Im Juli 1975 einigten sich die sozialliberale Bundesregierung unter Kanzler Helmut Schmidt und das von Ernesto Geisel angeführte Militärregime auf eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Atomkraft. Das Abkommen sah unter anderem den Bau von acht Kernkraftwerken in Brasilien mit deutscher Technologie vor, gebaut wurde gerade eines - "Angra 2". Brasilien sollte zudem in die Lage versetzt werden, eine eigene Nuklearindustrie aufzubauen und selbst als Exporteur aufzutreten. Deutsche Atomfirmen hofften auf lukrative Geschäfte. Doch die Projekte überforderten Brasiliens Finanzen. Die Gesamtkosten des Atomprogramms werden auf 20 Milliarden Dollar geschätzt, das sind knapp 10 Prozent von Brasiliens Auslandsschulden. 1979 hatten die brasilianischen Militärs ein geheimes Parallelprogramm zur Entwicklung einer Atombombe gestartet. Es wurde erst 1990 eingestellt, fünf Jahre nach dem Ende der Diktatur. An der Entwicklung von Atom-U-Booten wird allerdings weiter gearbeitet. Den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnete Brasilien erst 1997. GD
Blättern Sie in der aktuellen Ausgabe der tageszeitung.
Blättern Sie in den Ausgaben der letzten Monate.
Suchen Sie Artikel auf taz.de (seit Juni 2007).
Suchen Sie Artikel aus der gedruckten tageszeitung. Unser Printarchiv enthält (fast) alle Texte der gedruckten taz seit September 1986 sowie die Artikel der Monde diplomatique seit 1995.
Falls Sie schon registrierte/r Archiv-Nutzer/in sind, loggen Sie sich bitte ein.
oder: Melden Sie sich als ArchivnutzerIn an.
oder: bestellen Sie die neue taz-Archiv-DVD (mit den Texten von Sept. 1986 bis 31.05.2009). Sie erhalten Ihre Zugangsdaten zum Archiv zusammen mit der DVD per Post.
oder: Lassen Sie uns für Sie recherchieren:
Wenden Sie sich an den taz-Recherchedienst, wenn Sie ältere taz-Ausgaben oder Artikel und Themen aus der taz benötigen.
Wollen Sie taz-Texte im Netz veröffentlichen oder nachdrucken, dann wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung Syndikation lizenzen@taz.de.