WASHINGTON/MADRID dpa
Die US-Regierung hat laut der Washington Post zahlreiche Telefonate des Leiters der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Mohammed el Baradei, mit iranischen Diplomaten abhören lassen. Ziel der Lauschaktion sei es gewesen, Munition für die Ablösung des angeblich gegenüber Iran zu leichtgläubigen und nachgiebigen IAEO-Chefs zu sammeln, berichtete die Zeitung gestern unter Berufung auf US- Regierungsbeamte.
Die abgehörten Gespräche des Ägypters hätten aber keine Hinweise auf ein Fehlverhalten erbracht. Zudem gebe es in der US-Regierung Differenzen darüber, wie vehement die Ablösung des IAEO-Chefs verfolgt werden soll.
Vom Iran gehe keine "unmittelbare atomare Bedrohung" aus, so El Baradei in der gestrigen Ausgabe der spanischen Zeitung El País. Seit 2003 habe die Regierung den Inspekteuren jeden von der IAEO beantragten Zugang zu Einrichtungen erlaubt.
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