• 11.01.2005

Brechmittelfreies Bremen? 

Bremen taz So schnell wie möglich will die SPD geklärt haben, "wie in Bremen in Zukunft ohne Brechmitteleinsatz Beweismittel sichergestellt werden". Die gewaltsame Verabreichung solcher Mittel lehnt die Fraktion für die Zukunft einstimmig ab. Sie sei nicht zu verantworten. Fraktionsvorsitzender Jens Böhrnsen nannte die Umstände, die zum Tod des mutmaßlichen Drogenhändlers führten, sowie die Darstellung von Innensenator Thomas Röwekamp über dessen Gesundheitszustand hanebüchen. Solche "Peinlichkeiten" dürften sich nicht wiederholen. Unterdessen gab es bei der Fraktionssitzung der CDU Rückendeckung für Röwekamp. Mit langem Applaus signalisierten die Parteikollegen dem in die Kritik geratenen Senator ihr Vertrauen. Rolf Helderhorst erinnerte in diesem Zusammenhang an die 1000 Brechmitteleinsätze, die in den vergangenen zwölf Jahren ohne Probleme verlaufen seien. Ein vorübergehender Verzicht auf entsprechende Mittel soll den Handlungsdruck von den Untersuchungen nehmen. Die sollen übrigens - da sind sich CDU uns SPD einig - lückenlos sein.

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