• 12.01.2005

Das Spiel ist aus

Senat stellt Maßnahmen zur Spielsuchtbekämpfung vor. Rund 5.000 bis 8.000 HamburgerInnen sind betroffen

Jahrelang war Spielsucht als Krankheit nicht anerkannt - nun hat der Senat ein umfangreiches Maßnahmenbündel geschnürt, um sie zu bekämpfen und den etwa 5.000 bis 8.000 Hamburger Spielsüchtigen zu helfen. So wird das Beratungsangebot für Spielsüchtige erweitert und der entsprechende Etat um 70.000 Euro aufgestockt.

Seit dem 1. Januar werden dabei die Hilfekapazitäten in den Einrichtungen Boje Barmbek, Suchtberatung Baxs Drosselstraße und Suchtberatungszentrum Eidelstedter Platz gebündelt. Darüber hinaus bietet die Einrichtung Aktive Suchthilfe (Alte Elbgaustr. 14) eine ehrenamtliche Beratung an. Die Adressen der Einrichtungen sollen in Zukunft in allen Spielbanken und Daddelhallen verteilt werden.

Weitere Maßnahmen zum Schutz der Spieler, die jetzt beschlossen wurden: Die Spielbank Hamburg wird ein biometrisches Erkennungssystem einführen, mit dessen Hilfe bekannte Spielsüchtige bei der Einlasskontrolle herausgefiltert und abgewiesen werden. Das Personal der Spielbank soll zudem ausgebildet werden, krankhafte SpielerInnen zu erkennen und auf ihr Verhalten anzusprechen. Eine freiwillige Werbebeschränkung der Spielbank rundet das Senatskonzept ab. mac

Dieser Artikel ...

ist mir was wert!

die tageszeitung - das Archiv

Nachdruckrechte

Wollen Sie taz-Texte im Netz veröffentlichen oder nachdrucken, dann wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung Syndikation: lizenzen@taz.de.

Hier finden Sie alle seit Juni 2007 auf taz.de erschienenen Beiträge.

Das kostenpflichtige Archiv der gedruckten tageszeitung mit allen Texten seit 1986 finden Sie in der Volltextsuche der taz.

Suchbegriff