Das Freie Netzwerk zum Erhalt des Schanzenparks hat das Verhalten der Polizei bei dem Konflikt um das geplante Mövenpick-Hotel im Wasserturm kritisiert. So habe die Polizei die zweite Demonstration derart eng begleitet, das Menschen Angst gehabt hätten, sich dem Protestzug anzuschließen, berichteten Vertreter des Netzwerks. Bei der Wiederauflage der Aktion "Gegenlicht", bei der das Licht der Scheinwerfer am Wasserturm zurückgespiegelt wurde, habe die Polizei "sofort eingegriffen und Platzverweise erteilt". Die Atmosphäre im Park und im Schanzenviertel werde zunehmend von der Polizei geprägt. "Falsch" gekleidete Passanten würden kontrolliert, Bewohner des Viertels an Absperrungen aufgehalten und nicht nach Hause gelassen. Er frage sich angesichts solcher Vorfälle, wie im Sommer die Stimmung im Park sein werde, sagte Peter Haß vom Netzwerk und prognostizierte: "Damit ist der Konflikt für lange Zeit programmiert." Die Initiative will den Umbau des Wasserturms verhindern, weil dies zur Folge haben könnte, dass insbesondere Menschen aus Randgruppen aus dem Park verdrängt würden. Am Samstag ab 14 Uhr veranstaltet sie ein Kinderfest. Ab 19 Uhr soll es eine Fete geben. Der Protest kommt auch im Kabel-Fernsehen. Programm: www.feuerloescher-tv.de. KNÖ
Wollen Sie taz-Texte im Netz veröffentlichen oder nachdrucken, dann wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung Syndikation: lizenzen@taz.de.
Hier finden Sie alle seit Juni 2007 auf taz.de erschienenen Beiträge.
Das kostenpflichtige Archiv der gedruckten tageszeitung mit allen Texten seit 1986 finden Sie in der Volltextsuche der taz.