BERLIN dpa/taz
Mehrere tausend StudentInnen sind gestern in verschiedenen Hochschulstädten gegen Studiengebühren auf die Straße gegangen. In Hamburg, wo der CDU-Senat besonders energisch Studiengebührenpläne vorantreibt, waren es rund 7.000. An den anderen Orten blieben die Teilnehmerzahlen dagegen deutlich unter den Erwartungen der Organisatoren: In Leipzig demonstrierten rund 8.000 Studenten, in Mannheim 4.000 bis 6.000, in Essen rund 1.000 und in Berlin mehr als 1.000. Es waren die ersten bundesweiten Proteste, nachdem das Bundesverfassungsgericht in der vorigen Woche das bundesweite Studiengebührenverbot aufgehoben hatte.
In Leipzig waren Studenten aus mehreren ostdeutschen Ländern unter dem Motto "Für eine freie Bildung - Bildung ist keine Ware" zusammengekommen. In Mannheim, wo ab 2007 nach dem Willen der CDU-FDP-Landesregierung Gebühren von 500 Euro pro Semester kassiert werden sollen, hieß es: "Studiengebühr ist der Bildung Tod". In Essen warnten die Studenten vor den sozialen Folgen.
Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Niedersachsen und das Saarland möchten relativ schnell Gebühren einführen.
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