• 04.02.2005

Tausende Studenten gegen Studiengebühren

Parole "Bildung ist keine Ware": Mehr als 22.000 TeilnehmerInnen kommen zu Protestaktionen in fünf Städten

BERLIN dpa/taz Mehrere tausend StudentInnen sind gestern in verschiedenen Hochschulstädten gegen Studiengebühren auf die Straße gegangen. In Hamburg, wo der CDU-Senat besonders energisch Studiengebührenpläne vorantreibt, waren es rund 7.000. An den anderen Orten blieben die Teilnehmerzahlen dagegen deutlich unter den Erwartungen der Organisatoren: In Leipzig demonstrierten rund 8.000 Studenten, in Mannheim 4.000 bis 6.000, in Essen rund 1.000 und in Berlin mehr als 1.000. Es waren die ersten bundesweiten Proteste, nachdem das Bundesverfassungsgericht in der vorigen Woche das bundesweite Studiengebührenverbot aufgehoben hatte.

In Leipzig waren Studenten aus mehreren ostdeutschen Ländern unter dem Motto "Für eine freie Bildung - Bildung ist keine Ware" zusammengekommen. In Mannheim, wo ab 2007 nach dem Willen der CDU-FDP-Landesregierung Gebühren von 500 Euro pro Semester kassiert werden sollen, hieß es: "Studiengebühr ist der Bildung Tod". In Essen warnten die Studenten vor den sozialen Folgen.

Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Niedersachsen und das Saarland möchten relativ schnell Gebühren einführen.

inland SEITE 7

Dieser Artikel ...

ist mir was wert!

die tageszeitung - das Archiv

Nachdruckrechte

Wollen Sie taz-Texte im Netz veröffentlichen oder nachdrucken, dann wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung Syndikation: lizenzen@taz.de.

Hier finden Sie alle seit Juni 2007 auf taz.de erschienenen Beiträge.

Das kostenpflichtige Archiv der gedruckten tageszeitung mit allen Texten seit 1986 finden Sie in der Volltextsuche der taz.

Suchbegriff