Der Bremerhavener Zoo hat schöne Humboldtpinguine, und der Bremerhavener Zoo hat ein Problem. Es fehlt ihm am Nachwuchs. Zwar balzten die Pinguine zur Freude der Betreuer gerne, und manchmal bebrüteten einige sogar: einen Stein. Denn drei der dort gehaltenen Pinguin-Paare gelten als homosexuell.
Deswegen sollen im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms die in ihrer südamerikanischen Heimat vom Aussterben bedrohten Humboldtpinguine nun mittels vier junger Artgenossinnen aus dem schwedischen Tierpark Kolmarden im Bremerhavener Zoo ein Verführungsprogramm starten. Mehr Nachwuchs erhoffe man sich von dieser heterosexuellen Versuchung, sagte Zoodirektorin Heike Kück gestern.
Zugleich werde mit dem ausgeborgten Zuwachs die Treue der schwulen Pinguine getestet. Eine Biologin werde das Experiment überwachen, sagte Kück. Wirklich Hoffnung (oder eigentlich Anlass zur Sorge) sollte allerdings nicht bestehen. Bislang gehen Experten davon aus, dass sich homosexuelle Paare in der Tierwelt nicht auseinander bringen lassen. dpa
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