Es geht um die Macht. Um seine Wiederwahl 2006 zu sichern, setzt Brasiliens Präsident Lula auf Bündnisse mit regionalen Eliten, auch in Amazonien. In der Region Pará hat er sich mit der Zentrumspartei PMDB zusammengetan. Deren mächtigster Vertreter, Jader Barbalho, wird in einem Bericht der Staatsanwaltschaft als Hintermann der Holz- und Drogenmafia bezeichnet. Parás Gouverneur hingegen gehört zu den oppositionellen Sozialdemokraten. Eine gemeinsame Landreform ist auch schwierig, weil Justiz und Polizei Ländersache sind, und für den Aufbau funktionierender Bundesorgane fehlt das Geld. Erst letzte Woche wurde der Etat 2005 um 4,7 Milliarden Euro gekürzt - für die Landreform gibt es noch weniger Mittel als im Vorjahr. Für härtere Bundesgesetze, die die Vernichtung des Regenwaldes bremsen könnten, ist Lula auf das Wohlwollen der Parlamentsmehrheit angewiesen, die aber gerade einen Konservativen zum Präsidenten des Repräsentantenhauses gewählt hat. GD
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