Schläft sich wohl doch nicht so doll in muffigen Amtsfluren: Die AktivistInnen des linken Wohnprojekts Yorckstraße 59 haben das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg gestern Vormittag freiwillig verlassen. Sie hatten es besetzt und dort übernachtet, um einen Räumungsstopp für ihr Projekt zu erwirken. Bezirksbürgermeisterin Cornelia Reinauer (PDS) hatte sich zuvor gegen eine Räumung entschieden. Reinauer will jetzt zusammen mit Innensenator Ehrhart Körting (SPD) mit dem Besitzer der Yorckstraße 59 verhandeln. Eine Idee ist, dem Besitzer im Tausch eine andere Immobilie anzubieten. Eine andere: den Bewohnern ein Ersatzobjekt anzubieten. Der Yorck 59, wie sie jetzt ist, gibt Reinauer keine Chance: "Die rechtliche Lage ist klar." Das sehen die AktivistInnen anders, etwa Katja Krüger: "Bei Räumung wird es keine Ruhe geben, sondern nur noch mehr Ärger." Mittwoch wollen sich die BewohnerInnen mit weiteren Politikern treffen. Nicht umsonst haben sie sich auf die Fahne geschrieben: "Her mit der politischen Lösung!" LN, JEN
FOTO: ROLF SCHULTEN
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