PORTO ALEGRE taz
Vor der für gestern anberaumten Parlamentssitzung in der bolivianischen Hauptstadt Sucre hat sich die katholische Kirche für baldige Neuwahlen ausgesprochen. Die Parlamentarier sollten bei ihrer Entscheidung über einen verfassungsmäßigen Ausweg aus der Krise "das Gefühl und das Wohlbefinden der Bevölkerung berücksichtigen, so eine Erklärung der Bischöfe. Unterdessen bereiteten die sozialen Bewegungen Massenkundgebungen in Sucre vor, um gegen eine mögliche Wahl des konservativen Kongresspräsidenten Hormando Vaca Díez zu protestieren. In Cochabamba rief Oscar Olivera von der "Wasserkoordination« für den Fall einer Amtsübernahme von Vaca Díez zu Aktionen zivilen Ungehorsams auf. Hintergrund der Krise ist ein erbitterter Konflikt um die Rohstoffe. GD
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