Martin Kloke ist Autor des Buches "Israel und die deutsche Linke. Zur Geschichte eines schwierigen Verhältnisses" (1990), das 1994 erweitert und aktualisiert wurde. Kloke versucht in seinem nebenstehenden Text zu widerlegen, das der versuchte Anschlag auf das Jüdische Gemeindehaus vom 9. 11. 1969 nur von den Rändern der linken Bewegung seinen Ausgang nahm und es Antisemitismus allein bei militanten Linken gab - so wie es der Politologe Wolfgang Kraushaar in seinem vor kurzem veröffentlichten Buch über den Anschlag herausgearbeitet und auch in einem taz-Interview (siehe taz, 1. 7.) bekräftigt hat. Für Kloke war der Antizionismus "in Teilen der progressiven Linken eine hermetisch abgeriegelte Weltanschauung, weit über die von Kraushaar ins Visier genommenen gewaltbereiten Milieus hinaus".
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