Trotz Wahlkampfstress - diese Chance wollten sich die Kreuzberger Politgrößen nicht entgehen lassen: Wahlplakate der gegnerischen Partei abreißen und sie mit aller Wucht in die Tonne kloppen.
Unter dem Schutz von etwa 1.000 Antifas beteiligten sich an dieser Straftat am Freitagabend unter anderem: Steffen Zillich, Marion Selig (beide Linkspartei) und Michael Prütz (WASG). Als Mittäter mitschuldig, weil anwesend, würden sich auch die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Cornelia Reinauer (Linkspartei), sowie Volker Ratzmann (Bündnis 90/Die Grünen) machen.
Die Antifaschistische Linke (ALB) hatte zur Antifa-Gala geladen und allen Straftätern einen Umsonstcocktail versprochen. Die Polizei hatte eine Party mit ähnlichem Aufruf vor zwei Wochen noch gestürmt und sie anschließend aufgelöst. Dieses Mal blieben die Einsatzkräfte fern.
Mit dabei auch die grüne Kreuzberger Politikone Christian Ströbele. Doch ganz so weit wie seine Kollegen wollte der alte Juristenfuchs nicht gehen. Er brachte lediglich eine CD mit Nazimusik mit, wie sie vor Schulhöfen in den vergangenen Tagen mit Kusshand verteilt wurden. Da war Martin Sonneborn von "Die Partei" schon mutiger: Er überreichte den Gastgebern 181 Dosen Tränengas mit den Worten: "Waffen für die Antifa."
Ihren Höhepunkt fand die Gala mit der öffentlichen Verbrennung der NPD-Plakate. Bloß zeigte sich dabei, dass nicht nur die Poster mit den NPD-Visagen gut brennen. Lichterloh loderte auch ein Plakat mit Ströbeles Konterfei. FLEE, FOTO: AP
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