PRO: Cameron Diaz wird überschätzt. Vielleicht nicht, was das Niveau ihrer Arbeit im engeren Sinne betrifft. Das kann ich nicht beurteilen, aber das ist ja auch nicht das Thema. Ansonsten ist die Begeisterung völlig überzogen. Auf der einen Seite "eine der sexiest Schauspielerinnen Hollywoods", auf der anderen das "Mädchen von nebenan"? Come on: Entweder. Oder. Man kann ja auch nicht gleichzeitig regieren und opponieren. Letztlich ist grade die Beschwörung der Diaz durch die Linke nicht mehr als ein anachronistisches Bestätigungsritual. Ein Phantasma aus dem letzten Jahrhundert, als blauäuige Blondinen ungebremste Solidarität und ewigen Kündigungsschutz verhießen. Heute beinhaltet eine Diaz keine Utopie mehr und vor allem nicht das emphatische Moment der Gerechtigkeit aus der Sicht der Unterprivilegierten. Grade für die dunkelhaarigen Bürger und Bürgerinnen aus den neuen Bundesländern kann das Moment der "Westalgie" (Günter de Bruyn), das Diaz beinhaltet, eine unerträgliche Provokation darstellen. Und eine erotische Herausforderung ist Cameron Diaz allenfalls für die SPD. Was mich betrifft, so würde ich sie nicht einmal zur bestaussehenden Vizepräsidentin des Bundestags wählen. PETER UNFRIED
CONTRA: Cameron Diaz kann man gar nicht hoch genug bewerten. Sie ist vielmehr total super. Ihren neuen Film werde ich mir aber trotzdem nicht ansehen. STEFAN KUZMANY
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