PARIS afp
Frankreich will eine Sonderabgabe auf Flugtickets einführen, um mehr Geld für die Entwicklungshilfe zur Verfügung stellen zu können. Das hat das Kabinett in Paris gestern beschlossen. Die Abgabe soll ab 1. Juli kommenden Jahres erhoben werden. Nach bisherigen Plänen soll sie in der Touristenklasse im Inland und innerhalb Europas einen Euro kosten, in der Business-Class zehn. Bei Langstreckenflügen werden 4 beziehungsweise 40 Euro zusätzlich fällig. Dadurch will die Regierung rund 200 Millionen Euro zusätzlich einnehmen, mit denen Krankheiten wie Aids in armen Ländern bekämpft werden sollen. Für das Projekt, das Staatspräsident Jacques Chirac angeschoben hatte, hatte Frankreich auch innerhalb der Europäischen Union geworben. Dort scheiterte die Initiative - auch am Widerstand Deutschlands.
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