Rund 2.500 Menschen haben gestern gegen Studiengebühren und Sozialkahlschlag demonstriert. Aufgerufen hatte das Bündnis Norddemo, welches im Wesentlichen von Studierenden norddeutscher Hochschulen getragen wird. Ziel sei ein breites gesellschaftliches Bündnis gegen voranschreitende Ausgrenzung innerhalb der Gesellschaft, sagten die Organisatoren. "Bildung soll für alle offen stehen." Konkret richtete sich die Demonstration gegen Hartz IV und Kürzungen im Bildungs- und Gesundheitsbereich. Die RednerInnen beklagten immer schlechter werdenden Lernbedingungen.
Auf Empörung stieß ein Erlass von Bildungssenator Willi Lemke (SPD), der SchülerInnen bei Teilnahme an der Demo einen Zeugniseintrag über unentschuldigtes Fehlen androhte. Nach Aussage einer Lehrerin hätte es bisher ausgereicht, wenn die Eltern die Teilnahme ihrer Kinder erlaubt und sie bei der Schule entschuldigt hätten. mh / F.: K. Doepner
Wollen Sie taz-Texte im Netz veröffentlichen oder nachdrucken, dann wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung Syndikation: lizenzen@taz.de.
Hier finden Sie alle seit Juni 2007 auf taz.de erschienenen Beiträge.
Das kostenpflichtige Archiv der gedruckten tageszeitung mit allen Texten seit 1986 finden Sie in der Volltextsuche der taz.