Den Auftakt des einwöchigen Warnstreiks der Studierenden an der Freien Universität (FU) bildete gestern eine Vollversammlung (VV). Im Mittelpunkt stand ein Forderungskatalog, den die Studierenden bereits auf der VV in der vergangenen Woche erhoben hatten. Die 700 Anwesenden beschlossen vier Forderungen: Das Campus-Management solle abgeschafft werden, es dürfe keine Studiengebühren geben und die Quotierung für die Zulassung zum Master solle wegfallen. Zudem wollen die Studierenden ein freies und emanzipatorisches Lernen. Alle vier Forderungen sollen in Gruppen ausgearbeitet werden. Zu den ursprünglichen Forderungen gehörte die Abschaffung des Kapitalismus - dies konnte sich jedoch nicht durchsetzen. Das kurzfristige Einlenken der Universitätsleitung auf die Ankündigung des Warnstreiks begrüßten Studierende als überfällige Botschaft. Das FU-Präsidium hatte unter anderem angekündigt, Überschneidungen von Lehrveranstaltungen zu beheben sowie die Regelung zu den Malus-Punkten vorläufig auszusetzen. Diese sollten anfallen, wenn eine Prüfung nicht rechtzeitig angetreten wird. Heute sollen an mehreren Instituten weitere VV stattfinden. Unter anderem wird dabei diskutiert, ob das Otto-Suhr-Institut besetzt werden soll. taz
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