Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) kritisiert die Auftragsvergabe zum Abriss des Palasts der Republik. Mit der Ludwig Freytag GmbH solle "eine Firma zum Generalunternehmer gemacht werden, die erwiesenermaßen im vergangenen Jahr gegen vielerlei Rechtsvorschriften und Gesetze verstoßen hat", sagte gestern Rainer Knerler, Geschäftsführer der IG BAU Berlin. Neben Verstößen gegen das Entsendegesetz und der Unterschreitung des Mindestlohnes wirft die Gewerkschaft dem Unternehmen massive Behinderung der Betriebsratswahlen und willkürliche Entlassungen vor. "Es ist ein Skandal, wenn an Unternehmungen, gegen die wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Verordnungen ermittelt wird und die sich durch rücksichtslose Umgehung des Berliner Vergabegesetzes ausgezeichnet haben, ein solcher Prestigeauftrag vergeben wird", kritisierte Knerler. Er wundere sich "nicht mehr darüber, dass der Abriss nur 8 Millionen Euro statt der geplanten 20 Millionen Euro kosten soll". DDP
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