Bremen taz
"Es kann nicht angehen, dass ein Klinikum, das einen Einzugsbereich von fast 150.000 Menschen abdeckt, einen Teil seiner Geschäftsführung einbüßt", sagt die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ursula Arnold-Cramer. Damit reagierte sie auf die Absicht, die pflegerische Geschäftsführung im Klinikum Bremen-Nord nicht wieder zu besetzen. "Ich halte dies aus gesundheitspolitischer Sicht für den falschen Weg", meint dazu Arnold-Cramer. Sie und der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Bremen-Nord, Max Liess, der auch wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion ist, befürchten zudem, dass durch die nicht besetzte Stelle der pflegerischen Geschäftsführung die medizinische Betreuung vor Ort in ihrer Qualität beeinträchtigt werden kann. "Das Krankenhaus ist neben Friedehorst der größte Arbeitgeber der Region mit einem Jahresumsatz in Millionenhöhe. Es ohne Qualität in der Führung zu lassen halte ich auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht für gefährlich", gibt Lies zu bedenken.
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