Ob Kollegen plötzlich Eigentumswohnungen kaufen (und dann Zitronengras in luftigen Küchen züchten), ob der Verfassungsrichter Udo Di Fabio oder Bundespräsident Horst Köhler eine Rückkehr zu bürgerlichen Werten anempfehlen oder ob es mit einem Mal nicht mehr gelingen will, Bausparer als spießig zu bezeichnen, ohne dabei über sich selbst lachen zu müssen (was ein hübscher Werbespot jüngst geschickt ausnutzte): Das Thema Bürgerlichkeit geht um. In dieser Reihe soll darüber nachgedacht werden, über das Verhältnis von Bürgerlichkeit und Antibürgerlichkeit, Werten und Freiheiten, Citoyen und Bourgeois, Aufsteigern und Bürgerkindern. Nicht zuletzt auch darüber, was es bedeutet, Bürger eines Staates, vor allem: des Staates Deutschland zu sein. In wöchentlichem Rhythmus wollen wir die Essays veröffentlichen. Bebildert wird die Reihe mit gedeckten Tischen. Denn damit fing der Prozess der Zivilisation vor allem an: mit Essmanieren. drk
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