Das kalifornische India Resource Center hat das Sündenregister der Tochterfirma Hindustan Coca-Cola Beverages Private Ltd. ausführlich dokumentiert. In fünf Bundesstaaten kommt es in der Umgebung von Abfüllfabriken zu Wasserknappheit, Grundwasser- und Bodenverschmutzung. "Bei Kala Dera im Bundesstaat Rajastan beispielsweise sind über 50 Dörfer durch das Sinken des Wasserspiegels bedroht", sagt Aktivist Amit Srivastava. Zudem würden immer wieder hohe Pestizidrückstände in den Getränken nachgewiesen, firmeneigener Giftmüll mit Cadmium und Blei werde als "Dünger" verkauft.
Im August 2005 ließ die Landesregierung von Kerala eine Fabrik schließen. Genau dort setzt der Multi jetzt ein Umweltprojekt zum Sammeln von Regenwasser um, das er auf einer eigenen Website vorgestellt wird. "Das ist klassisches Greenwash", so Srivastava. Während der Multi die Gesundheit von tausenden Kleinbauern in ländlichen Gebieten gefährde, hänge er sich ein umweltfreundliches Mäntelchen um. Für Srivastava ist der Konzern wegen seines "hohen Symbolwerts" und seiner realen Macht ein ideales Objekt für Globalisierungskritiker: "Wenn sich Coca-Cola ändert, müssen andere große Firmen nachziehen". GD
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