• 30.01.2006

CDU-Politiker im Integrationsfieber

BERLIN dpa Die CDU-Ministerpräsidenten Christian Wulff und Jürgen Rüttgers wollen an Schulen die Integration von jungen Einwanderern besser fördern. Niedersachsens Regierungschef Wulff sprach sich für die bundesweite Einführung eines islamischen Religionsunterrichts aus. "Wir müssen auch muslimischen Schülern eine gleichrangige religiös-ethische Erziehung an öffentlichen Schulen im staatlichen Auftrag anbieten", sagte er dem Focus. Wichtig sei, dass der Unterricht "in deutscher Sprache von in Deutschland ausgebildeten Lehrern und nach Länder-Lehrplänen" erteilt werde und die "friedlichen Botschaften des Koran" vermittle, so Wulff. NRW-Ministerpräsident Rüttgers (CDU) will Sprachkurse für Vorschulkinder mit mangelnden Deutschkenntnissen zur Pflicht machen. Es müsse dafür gesorgt werden, dass alle Kinder, die in die Schule kommen, ordentlich Deutsch können, so Rüttgers in der BamS. Zudem unterstützt er eine Deutschpflicht auf Schulhöfen: "Das soll jede Schule selbst entscheiden. Wenn sich die Betroffenen darauf einigen, unterstütze ich das." In Berlin hatten Eltern, Schüler und Lehrer einer Schule im Stadtteil Wedding einer Hausordnung zugestimmt, wonach auf dem Schulgelände ausnahmslos Deutsch gesprochen werden soll. "Es gibt kein Land, in dem eine multikulturelle Gesellschaft, in der man nebeneinander her lebt, funktioniert. Wir brauchen verbindliche Spielregeln", sagte Rüttgers.

Dieser Artikel ...

ist mir was wert!

die tageszeitung - das Archiv

Nachdruckrechte

Wollen Sie taz-Texte im Netz veröffentlichen oder nachdrucken, dann wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung Syndikation: lizenzen@taz.de.

Hier finden Sie alle seit Juni 2007 auf taz.de erschienenen Beiträge.

Das kostenpflichtige Archiv der gedruckten tageszeitung mit allen Texten seit 1986 finden Sie in der Volltextsuche der taz.

Suchbegriff