Das Marktprinzip: Reduzieren, wo es billiger ist. Emissionshandel ist ein Instrument des Kioto-Protokolls. Um die Verpflichtungen von Kioto zu erreichen, schufen die EU-Staaten das Europäische Emissionshandelssystem. Es startete Anfang 2005 und gilt für die energieintensive Industrie, die festgelegte Emissionsziele einhalten muss.
Das Verknappungsprinzip: Jeder EU-Mitgliedstaat legt die Gesamtemissionsmenge für fünf Jahre fest. Er vergibt an heimische Unternehmen mit hohem CO2-Ausstoß wie Stromerzeuger, Stahl- und Zementwerke jedes Jahr eine bestimmte Menge Emissionszertifikate. In Deutschland ist dafür eine eigens beim Umweltbundesamt eingerichtete Abteilung zuständig. Bemessungsgrundlage war der Ausstoß von Kohlendioxid in den Jahren 2000 bis 2002. Spart ein Unternehmen gegenüber dieser Periode CO2 ein, kann es diese in Form von Emissionsrechten an eine Firma verkaufen, die nicht einsparen kann oder will.
Der Handelsplatz: Die "European Climate Exchange (ECX)" ist eine Tochter der "Chicago Climate Exchange" CCX. Sie ist die wichtigste Börse in Europa für Emissionshandel. Sie ging 2004 an den Start und operiert rein elektronisch. 50 Konzerne sind bereits Börsenmitglied. Hauptkunden sind Banken und Stromversorger. Motive für die Gründung: "Es einfach zu machen, verlässlich und transparent", sagt ECX-Chef Peter Koster. Mittlerweile seien CO2-Rechte ein normales Produkt wie Öl oder Gas. MST
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