Am Samstag, den 26. April 1986, explodierte Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl. Zwanzig Jahre später wird an die Reaktorkatastrophe erinnert: Gegen Vergesslichkeit, aber auch gegen eine Renaissance der Atomenergie und eine Unterschätzung ihrer Gefahren veranstalten die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) vom 7.-9. April einen Kongress in Bonn. Zum Thema Zeitbombe Atomenergie lädt die deutsche Sektion ins Bonner Bundeshaus und die Stadthalle Bad Godesberg. 70 ExpertInnen diskutieren über die gesundheitlichen Folgen von Reaktorkatastrophe und Atomkraftwerken und die Atomprogramme von Iran und Nordkorea. Zu den TeilnehmerInnen zählen u.a. Gudrun Pausewang ("Die Wolke), die ukrainische Enthüllungsjournalisten Alla Jaroshinskaja, taz-Autor Andreas Zumach, Politologe Mohssen Massarat. Eurosolar-Chef Herrmann Scheer und Physiker Hans-Peter Dürr werden sich einer zukunftsfähigen Energieversorgung widmen - ohne Atom.
Anmeldungen und Informationen unter www.tschernobylkongress.de. Die taz nrw ist Medienpartner des IPPNW-Kongress 06.
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