Die Planungswerkstatt Stresemannstraße steht kurz davor, einen Beschluss zu fassen, der den Bedürfnissen der Anwohner entgegenkommt. Ohne das schwarz-grüne Bündnis in Altona wäre das nicht möglich. Es hat den Maßstab für politischen Erfolg bei der CDU verändert.
Kommentar
von Gernot Knödler
Für die CDU geht es in dem Bündnis einerseits darum, ihr Image als Verein Mercedes fahrender alter Herren loszuwerden, mit dem in einer Großstadt nur schwer eine Mehrheit zu holen ist. Andererseits will sie sich für die GAL als koalitionsfähig erweisen, denn sie muss sich Optionen für die Zeit nach der nächsten Wahl schaffen. Mit Hilfe der Grünen lernt sie, auf Bürgerinitiativen zuzugehen, mag sich die CDU auf Landesebene auch nach Kräften bemühen, den Bürgern zu zeigen, wo der Hammer hängt.
Auch in anderen Bezirken haben die lokalen Christdemokraten die Anliegen von Initiativen übernommen, zumal auch ihre Wählerschaft inzwischen Bürgerbegehren anstößt und Demonstrationen auf die Beine stellt. Den Unterschied macht die experimentelle Zusammenarbeit von Schwarz und Grün, die es außer in Altona auch noch in Harburg gibt. Bürgermeister Ole von Beust scheint am Erfolg dieses Modells interessiert zu sein. Da hätte ein Vorschlag der Planungswerkstatt die Chance, umgesetzt zu werden.
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