Ein Arbeitskampf im Tarifkonflikt für die nichtärztlichen Beschäftigten an der Charité scheint vorerst abgewendet. Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di gestern mitteilte, erklärte der Vorstand des Universitätsklinikums schriftlich seine Bereitschaft, die Tarifgespräche wieder aufzunehmen. Die Gewerkschaft habe daraufhin die anberaumte Urabstimmung über einen Streik vorläufig ausgesetzt, sagte der zuständige Gewerkschaftssekretär Georg Güttner-Mayer. Bislang gebe es noch keinen Gesprächstermin.
Ende April hatten sich bereits rund 1.000 Charité-Beschäftigte vom Klinikum Benjamin Franklin, dem Virchow-Klinikum und dem Campus Mitte an Warnstreiks beteiligt. Güttner-Mayer schloss trotz des Gesprächsangebots weitere Aktionen und Warnstreiks der Beschäftigten nicht aus. Er betonte aber, dass es jetzt Ziel der Gewerkschaft sei, zügig zu einem positiven Abschluss für die Beschäftigten an der Charité zu kommen. Die Gewerkschaft fordert für die Angestellten des Universitätsklinikums unter anderem die Übernahme der Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst aus den Jahren 2003 und 2005 sowie den Verzicht auf Privatisierungen und betriebsbedingte Kündigungen. DDP
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