BERLIN epd
Den angeblich fremdenfeindlichen Überfall auf einen Italiener in Berlin hat es höchstwahrscheinlich nicht gegeben. Nach derzeitigen Erkenntnissen der Ermittler stürzte der 30-Jährige in der Nacht zum Sonntag auf dem S-Bahnhof Alexanderplatz betrunken auf ein Gleisbett und verletzte sich dabei, teilte die Generalstaatsanwaltschaft gestern mit. Diesen Schluss ließen Bilder von Überwachungskameras auf dem Bahnhof zu. Zudem stieß der Staatsschutz auf Widersprüche: Der Mann hatte angegeben, gegen 1 Uhr an der Schönhauser Allee von drei kahlköpfigen Männern nach seiner Nationalität gefragt, als Ausländer beschimpft und mit einem Baseballschläger geschlagen worden zu sein. Doch sei er erst gegen 4 Uhr verletzt angetroffen worden. Gegen ihn wird nun wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt.
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