HANNOVER dpa
Der Sozialausschuss des niedersächsischen Landtags will den 16 Leukämie-Fällen in der Nähe des AKW Krümmel in der Elbmarsch weiter nachgehen. Wie die Vorsitzende Gesine Meißner (FDP) gestern sagte, müssten zunächst alle vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse gebündelt und bewertet werden. Die Bildung einer neuen Kommission schloss Meißner zunächst aus. Ein Zusammenhang zwischen den Leukämiefällen und dem Betrieb des benachbarten AKW ist bisher nicht bewiesen. Vor fast genau 20 Jahren war am Atomkraftwerk und dem angrenzenden Forschungszentrum Geesthacht (GKSS) erhöhte Radioaktivität aufgetreten. Nach Ansicht Meißners sind bis heute viele Fragen ungeklärt. Dies gelte insbesondere für die Herkunft radioaktiver Kugeln, die erst später in der Nähe der Atomanlagen gefunden worden seien.
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