Nach dem Tod von Kevin, dessen Vater drogenabhängig war, wehren sich die DrogennutzerInnen gegen ihre Diskriminierung. Marco Jesse, Bundessprecher des Selbsthilfenetzwerks JES (Junkies/Ehemalige/Substituierte), betont: Die Wahrscheinlichkeit, dass "Drogengebraucher" Gewalt gegen ihre Kinder verübten, sei keinesfalls größer als in anderen Familien. "Kontraproduktiv" sei die Kontrolle der drogenabhängigen Eltern deswegen, weil sie Ängste schüre: "Einige werden sich von Beratungsangeboten fernhalten, um nicht ins Visier der Behörden zu kommen." Schließlich sei es vor etlichen Jahren noch gängige Praxis gewesen, drogenabhängigen Eltern grundsätzlich das Sorgerecht für ihre Kinder abzusprechen. mnz
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