BERLIN taz
Nach dem Brandanschlag auf das Oberste Gericht der Demokratischen Republik Kongo in Kinshasa am Dienstag ist ein politischer Streit entbrannt. Die Partei MLC (Kongolesische Befreiungsbewegung) von Oppositionsführer Jean-Pierre Bemba wies jede Verantwortung für den Vorfall zurück, der erfolgte, während das Gericht Bembas Klage gegen seine Wahlniederlage am 29. Oktober behandeln sollte. Es sei "nicht in unserem Interesse, das Verfahren zu stören", so die MLC. Kinshasas Gouverneur, Admiral Mata Liwanga, kündigte den Einsatz der Armee an, sollte es erneut zu Gewalt in der Hauptstadt kommen. Menschenrechtler meldeten die Verhaftung eines prominenten Führungsmitglieds von Bembas Wahlbündnis. D.J.
Wollen Sie taz-Texte im Netz veröffentlichen oder nachdrucken, dann wenden Sie sich bitte an unsere Abteilung Syndikation: lizenzen@taz.de.
Hier finden Sie alle seit Juni 2007 auf taz.de erschienenen Beiträge.
Das kostenpflichtige Archiv der gedruckten tageszeitung mit allen Texten seit 1986 finden Sie in der Volltextsuche der taz.