Nach dem Anschlag auf das Haus von Bundesfinanzstaatssekretär Thomas Mirow (SPD) in Winterhude hat die Karlsruher Bundesanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Gegen die Täter wird wegen Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ermittelt.
Gleichzeitig werten die Spezialisten des Hamburger Landeskriminalamtes das eingegangene Bekennerschreiben aus, indem sich Gegner des Weltwirtschaftsgipfels 2007 in Heiligendamm zu der Tat bekennen. Polizeipräsident Werner Jantosch bildete zudem eine Sonderkommission. "Wir setzen jetzt alles in Bewegung, um die Täter zu finden", sagte Polizeisprecher Ralf Kunz.
Die Täter hatten in der Nacht zum Dienstag das parkende Auto von Mirows Ehefrau mit einem Brandbeschleuniger entzündet und abgefackelt. Durch die Hitze wurden auch Fenster und Teile der Fassade des Hauses in Mitleidenschaft gezogen.
Der aus seinem Weihnachtsurlaub zurückgekehrte Mirow bezeichnete die Tat als "stumpfsinnige Gewalt von seltener Sinnlosigkeit". Gestern sagte der Hamburger Ex-Wirtschaftssenator: "Wer kann glauben, dass auf diese Weise Regierungen ihr Handeln ändern?"
Der Chef der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Michael Neumann, bezeichnete den Anschlag als "bemerkenswertes Beispiel für Feigheit". mac
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