Die Zahl der Drogentoten in Berlin ist im Jahr 2006 deutlich gesunken. Nach vorläufigen Zahlen seien von Januar bis November 161 Männer und Frauen an Drogen gestorben, im Vorjahreszeitraum waren es 174, teilte die Gesundheitsverwaltung gestern mit. Betroffen waren vor allem Männer (79 Prozent). Meist hatten die Süchtigen Heroin oder Kokain genommen. 27 Opfer hatten vor ihrem Tod auch Haschisch geraucht. Im Durchschnitt waren die Toten 35 Jahre alt, der jüngste war 17, der älteste 71. In Gefängnissen kamen fünf Insassen wegen Drogenkonsums um. Die Polizei hat ebenfalls gestern vier mutmaßliche Drogenhändler gefasst. Die drei Männer und eine Frau hatten sich in einem Vereinslokal in Neukölln getroffen. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten 70 Verkaufspäckchen mit Marihuana und größere Mengen Bargeld. Zivilbeamte hatten zuvor beobachtet, dass die vier Verdächtigen das Vereinslokal ausschließlich zum Drogenhandel nutzten. dpa
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