Heute beginnt in Kenias Hauptstadt Nairobi unter dem Motto "People's Struggles, People's Alternatives" das sechste, zentrale Weltsozialforum, nachdem sich im Jahr zuvor die Gegenveranstaltung zum Davoser Weltwirtschaftsforum in drei dezentrale Gipfel in Asien, Afrika und Lateinamerika geteilt hatte. Bis zum 25 Januar treffen sich in Nairobi GlobalisierungskritikerInnen und GraswurzelaktivistInnen aus allen Kontinenten. Erwartet werden über 100.000 Teilnehmer. Der Gipfel soll vor allem den sozialen Bewegungen Afrikas die Gelegenheit bieten, auf ihre Kämpfe aufmerksam zu machen. Auf über 1.200 Workshops, Seminaren und Kundgebungen werden Themen wie Hunger, Aids, die Schuldenproblematik der Entwicklungsländer und gewaltsame Konflikte behandelt. Im Vorfeld ist erneut Kritik an der Größe und den Zielen des WSF laut geworden. Seine Ergebnisse seien zu wenig konkret. Die Veranstalter haben darauf reagiert und einen "Tag der Konvergenz" geplant, an dem Aktionsvorschläge gesammelt werden sollen. Diese sollen dann den Rahmen für eine weltweite Kampagne der Globalisierungskritiker bilden. www.weltsozialforum.org
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