Das Fräulein
Mirjana Karanovic - Hauptdarstellerin des letztjährigen Berlinale-Gewinners "Esmas Geheimnis", spielt auch die Hauptrolle in Andrea Stakas Debütfilm "Das Fräulein". Darin ist sie die eiserne Kantinenwirtin Ruza, die vor Jahren ihre Heimat, das ehemalige Jugoslawien, verlassen hat, um in Zürich neu zu beginnen. Dass das Leben für sie auch dort nicht immer gut ist, vermitteln allein schon die Bilder von Zürich: grau ist es und beklemmend wirkt die Stadt. Angekommen ist Ruza dort ohnehin nie ganz, ihre wichtigsten Erinnerungen liegen gut verstaut in einer Kiste. Auch Ana, die neu in der Stadt ist und in Ruzas Kantine arbeitet, findet nicht recht Anschluss, obwohl sie extrovertiert und fröhlich ist. Genau diese Lebensfreude und Anas Hoffnung erwecken in Ruza alte Träume wieder zum Leben.
Weltverbesserer auf
dem Schlachtfeld
In der bayerischen Oberpfalz trainieren militärische Einheiten der US-Armee für den Einsatz im Nahen und Mittleren Osten. Die Zivilisten werden von Statisten gespielt. Vier von ihnen porträtiert Teresina Moscatiello in ihrem Dokumentarfilm. Sie leben in Scheinorten, über denen ständig Hubschrauberlärm liegt, durch die Panzer patrouillieren und in denen Scharfschützen auf der Lauer liegen, und sollen dort glaubwürdig die Feinde verkörpern. Wie und ob die Laiendarsteller ihren Job mit ihrem wahren Leben, in dem sie links oder kritisch eingestellt sind, vereinbaren können, das interessiert Teresina Moscatiello besonders. Der Musiker, der jeden 1. Mai in Berlin demonstriert, oder der Lebenstrainer, der aus moralischen Gründen Zivildienst geleistet hat, kommen zu Wort.
DAS FRÄULEIN: Central, Eiszeit. WELTVERBESSERER: Babylon Mitte, Moviemento.
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