• 26.01.2007

Parlament gegen Frauen mit Hosen

BERLIN taz Das neue Parlament der Demokratischen Republik Kongo hat verfügt, dass weibliche Abgeordnete kein Rederecht haben, wenn sie Hosen tragen statt Kleider. Wie die auf den Aufbau demokratischer Institutionen spezialisierte Wochenzeitung Le Journal du Citoyen in ihrer neuesten Ausgabe berichtet, fiel die Entscheidung mit 458 gegen 42 Stimmen, trotz Warnungen des ersten Vizepräsidenten Christophe Lutundula vor einer "Talibanisierung". Der Abgeordnete Cyril Manzembele warnte vor einem "Verfall der Sitten, der von eng anliegenden Hosen ausgeht". Seine Gegnerinnen nannten den Beschluss verfassungswidrig. Die Abgeordnete Vicky Katumwa forderte ihre männlichen Kollegen auf, "ihren Sexualtrieb unter Kontrolle zu kriegen"; Colette Tshomba wies darauf hin, dass auch Angela Merkel Hosen trage. D.J

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