Sushil Kahlon ist 22 Jahre alt und kommt eigentlich aus Indien. Seit neun Jahren lebt er in Hamburg. Sein Deutsch ist fehlerfrei, und obwohl er beim Begriff Heimat zögert, ist Hamburg die Stadt, in der er leben möchte und sich wohlfühlt. Er ist einer von sechs jungen FilmemacherInnen, die ihr Leben als geduldete Flüchtlinge in Hamburg dokumentiert haben.
Ihr 30-Minuten-Film "Ungeduldig!", der heute Abend Premiere feiert, klärt nicht nur über die rechtlichen Aspekte auf, sondern zeigt auch die persönlichen Spuren, die der Duldungsstatus in einem Leben hinterlässt. Die Gruppe möchte ihren Film unter anderem in Schulen und Jugendeinrichtungen zeigen. So will sie für mehr Verständnis und gesellschaftliche Unterstützung werben - und daran mitarbeiten, dass Jugendliche mit Duldung Chancen auf Ausbildung, Arbeit und eine sichere Zukunft bekommen.
12.000 Flüchtlinge mit Duldung leben in Hamburg. Die Angst vor einer Abschiebung gehört zum Alltag, auch für Jugendliche, für die Hamburg die einzige Heimat ist. Der Film "Ungeduldig!", den das medienpädagogische Projekt "Mokala" des Jugendhilfeträgers basis&woge e. V. initiiert hat, zeigt die Gesichter hinter der Statistik. KC
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