• 17.03.2007

Medienticker

Im Rechtsstreit um die Ausstrahlung des vom WDR produzierten Fernsehfilms "Eine einzige Tablette" über die Contergan-Affäre hat der Contergan-Hersteller Grünenthal erneut eine einstweilige Verfügung erwirkt. Wie eine Sprecherin des WDR am Freitag bestätigte, entschied das Landgericht Hamburg, dass der Zweiteiler über den Medikamentenskandal aus den 1960er-Jahren in seiner derzeitigen Fassung nicht ausgestrahlt werden darf. "Fakt ist aber auch, dass für Dienstag eine mündliche Verhandlung am Oberlandesgericht Hamburg angesetzt worden ist, also bei der nächsthöheren Instanz", sagte die Sprecherin. In dieser Verhandlung geht es um eine frühere einstweilige Verfügung. Grünenthal hatte zuvor schon einstweilige Verfügungen gegen die Drehbuchfassung des Films erwirkt, die neue wurde nun auf der Grundlage des Films selbst erlassen. Grünenthal und ein ebenfalls betroffener Rechtsanwalt argumentieren, dass der Film an mehreren Stellen sachlich falsch sei. Die Autoren des Films betonen dagegen, dass es um eine fiktionale Aufarbeitung des Stoffes gehe. (dpa)

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