betr.: "Die Arbeit von einer großen Bürde befreien", Interview mit Ingrid Hohenleitner, taz vom 27. 3. 07
Mein Ziel ist weder die Deregulierung des Arbeitsmarkts noch das Absenken der Löhne. Ich möchte, dass jeder Mensch selbstbestimmt und ohne Existenzangst leben kann. Die Basis soll ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) schaffen, das den Namen nur verdient, wenn es das soziokulturelle Existenzminimum sichert und unabhängig von Erwerb, Bedürftigkeit, Arbeitswilligkeit und Lebensform gewährt wird. Die Schaffung eines faktischen Arbeitszwangs durch ein zu niedriges GE und die Abschaffung aller bedarfsabhängigen Sozialleistungen lehne ich ab. Ein ausreichend hohes BGE schafft Freiräume und verbessert die Verhandlungsposition aller Lohnabhängigen, beschäftigt oder nicht. Wenn soziale Sicherheit unabhängig von Erwerbsarbeit garantiert ist, halte ich eine Deregulierung für vertretbar, um die Spaltung in Arbeitsplatzbesitzer und -nichtbesitzer überwinden zu können.
Das zwar autorisierte Interview vom 27. 3. ist Ergebnis von selektiven Fragen, Kürzungen, Zeitdruck und meiner Unerfahrenheit mit Medien. INGRID HOHENLEITNER, Hamburg
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