WASHINGTON / SYDNEY dpa
Im ersten Militärverfahren gegen einen Guantánamo-Häftling ist der Australier David Hicks nach fünf Jahren Internierung zu weiteren neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Urteil vom Freitag fiel laut US-Militärangaben relativ mild aus, weil Hicks ein detailliertes Geständnis über seine Zusammenarbeit mit der Terrororganisation al-Qaida abgelegt hatte. Zudem sagte er aus, in US-Haft nie misshandelt worden zu sein. Der mutmaßliche Terrorist Abdel Rahim al-Naschiri hat den US-Militärs vorgeworfen, Hicks in Guantánamo mit Folter zu falschen Geständnissen über Terroranschläge in Afrika und Jemen erpresst zu haben. Hicks werde seine Strafe in der Heimat voll absitzen, betonte der australische Außenminister Alexander Downer im Radiosender ABC. Eine Verkürzung der Haft komme nicht in Frage.
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