Sie preisen Bio-Sojabohnen-Tofu und vegetarische Currywurst und empfehlen den Besuch von Bioläden, um Produkte frei von "tierischen Elementen" zu kaufen. Denn "der Mensch tötet aus reinen Luxusbedürfnissen heraus andere Lebewesen" erklären die "Nationalen Sozialisten - AG Tierrecht" und versprechen: "Wir werden unsere Stimme und Fäuste gegen die grausame Ausbeutung der Tierwelt erheben." Im Norden werden die neonazistischen Tierrechtler aus dem Süden von dem erklärt "nationalen Umwelt- und Naturschutzheft" Fallen Rain unterstützt.
Auf 52 Seiten berichtet das Blatt, das ein gewisser "Christian" aus dem niedersächsischen Edemissen herausgibt, über Tierversuche, stellt Brennnessel-Rezepte vor - oder die "Nationalen Sozialisten für Umwelt- und Naturschutz". Von der Fallen Rain-Internetseite führt ein Link zum Web-Angebot der "AG Tierrecht". Diese offenbart bereits im Namen, dass sie die Szene nicht heimlich unterwandern will. Die "Nationalen Sozialisten" wenden sich im gängigen Jargon auch der sonstigen Tierrechtsszene gegen einen "Holocaust gegen die Tierwelt" und fordern "die gesetzliche Gleichstellung von Mensch und Tier". Der "vegane Lebensstil" passe zum "nationalen Sozialismus" und führe zum "natürlichem Leben der Tiere" sowie zu "gesünderer Entwicklung des Volkes".
Keine neue Position: Schon der Antisemit Paul Förster, von 1893 bis 1898 Abgeordneter im Reichstag, kämpfte gegen die "Trennung von "Menschen- und Tierrechten" und hoffte, dass der Vegetarismus eine "dem jüdischen Treiben gefährliche, volkserneuernde Macht" werde.
Die "AG Tierrechte" sorgt sich heutzutage darum, dass bei manchen Tierschützern "das Hassgefühl gegen die nationalsozialistische Bewegung die Liebe zur Tierwelt" überwiege - Links zu den Internetseiten von linken Tierrechtlern haben sie dennoch eingerichtet.
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