BAGDAD afp
Die UN-Unterstützungsmission für den Irak (Unami) hat der Regierung in Bagdad vorgeworfen, die Zahl der Kriegstoten im Irak geheim zu halten. Die Organisation erhalte neuerdings keine Daten mehr, hieß es in ihrem gestern veröffentlichten Quartalsbericht. Die Unami forderte Bagdad nachdrücklich auf, "transparent zu arbeiten". Ebenfalls besorgt äußerte sich die Unami über die Lage der Häftlinge in irakischen Gefängnissen. Mit Beginn der neuen Sicherheitsoffensive für Bagdad im Februar seien beispielsweise Verhaftungen ohne Haftbefehl genehmigt worden. Auch säßen tausende Gefangene schon lange ohne Anklage in Haft. Ende März saßen laut Unami mindestens 37.641 Menschen ein.
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