betr.: "Gebrauchte Herzen und Nieren gesucht", taz vom 25. 4. 07
Die so genannte Widerspruchslösung, die der Ethikrat jetzt vorschlägt, erfordert eine genaue und umfassende Aufklärung darüber, was Explantation von Organen aus einem Sterbenden bedeutet: nämlich einen Eingriff in den Prozess des Sterbens. Die Definition des Hirntods als "Tod" ist ja noch nicht alt und ist nur deshalb getroffen worden, damit Organentnahme legal möglich wurde. Wer das als Kannibalismus bezeichnet, hat bestimmt mindestens ebenso recht wie der, der es wagt, hier von Pflicht und Nächstenliebe zu reden.
Tragen Sie bitte zu einer aufklärenden Diskussion dieses Themas bei, ehe es zur Durchsetzung der Widerspruchslösung kommt! Das mindestens schulden wir all denen, die man da ausgeschlachtet hat wie Autowracks und ihren oft genug über die Wahrheit getäuschten Angehörigen. ELISABETH KASCH, Reinbek
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