Um der Ursache dessen auf die Spur zu kommen, was Forscher "Colony Collapse Disorder" nennen, verfolgt die CCD-Arbeitsgruppe von der Universität Pennsylvania derzeit die unterschiedlichsten Spuren (sowie deren Wechselwirkungen) - mit einer Gründlichkeit, über die "jeder deutsche Kassenpatient" froh wäre, wie Bienenforscher Peter Rosenkranz von der Universität Hohenheim der Zeit sagte. Störungen durch gentechnisch manipulierte Pflanzen oder die elektromagnetische Strahlung von Mobilfunk-Sendestationen konnten so bereits weitgehend ausgeschlossen werden. Die wichtigsten Forschungsbereiche umfassen: 1. chemische Rückstände im Wachs, in den Vorräten und in den Körpern der Bienen selbst 2. bekannte oder unbekannte Krankheitserreger der Bienen oder ihrer Brut 3. Parasiten der Brut oder der ausgewachsenen Bienen (wie etwa die Varroa-Milbe und die von ihr übertragenen Krankheiten) 4. nahrungsbedingte Mangelerscheinungen durch einseitige Fütterung 5. Stress-Symptome in kritischer Konzentration, worauf bestimmte Stress-induzierte Proteine hinweisen 6. vererbte Immunschwäche aus Mangel an genetischer Vielfalt. Beim aktuellen Erkenntnisstand wird angenommen, dass eine kritische Kombination dieser Gründe zum Verschwinden der Bienen führt bzw. dazu, dass ihr Immunsystem den Belastungen nicht mehr gewachsen ist (Bienen-Aids). Verdächtig ist hier vor allem die Varroa-Milbe im Verein mit Pilzen, Viren und Bakterien. FRA
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