Mit einem "Aufruf der Freunde des Landwehrkanals" stellten sich am Dienstagabend Anwohner gegen die Fällung von 200 größtenteils alten Bäumen. Arno Paulus, der Begründer der Bürgerinitiative, argumentiert: "Hier geht es doch nur um die Interessen der Schifffahrt." Auch Anuschka Guttzeit, Anwohnerin und Mitglied der Bürgerbewegung, vermutet: "Die fällen die Bäume nur, um weiterfahren zu können." Die Begründung des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) dagegen: Die Abholzungen sollen die einsturzgefährdete Mauer entlasten.
Die Kiezbewohner haben nun dazu aufgerufen, den Druck auf das Wasser- und Schifffahrtsamt zu erhöhen. Auch Dirk Behrendt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen und Kreuzberger Abgeordneter, wendete sich mit einem Brief an das WSA: Er verlangte eine Untersuchung der einzelnen Bäume und eine Prüfung aller Alternativen. Auf der Seite www.baeume-am-landwehrkanal.de können sich Interessierte mit ihrer Unterschrift an die verantwortlichen Behörden wenden. Die Initiative trifft sich jeden Abend um 18 Uhr auf der Admiralsbrücke. CK FOTO: YVONNE MOST
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