Der freiwillige autofreie Sonntag ist nach Einschätzung der Umweltbehörde "hoffnungsvoll" verlaufen. "Für das erste Mal sind wir zufrieden", behauptete gestern Behördensprecher Volker Dumann. Er gehe aber davon aus, dass die Akzeptanz in der Hamburger Bevölkerung an den drei weiteren geplanten autofreien Sonntagen in diesem Jahr "noch höher" ausfallen werde.
Nach Messungen der Polizei soll der Autoverkehr in der Stadt um etwa 20 Prozent geringer gewesen sein als an Sonntagen üblich. Die Hamburger Hochbahn andererseits spricht von etwa 25 Prozent mehr Fahrgästen in ihren U-Bahnen und Bussen.
Die Verkehrsmessungen der Polizei an den drei Messpunkten Wallringtunnel, Deichtortunnel und Wandsbeker Markstraße ergaben im Vergleich zum Sonntag der vergangenen Woche Verkehrsrückgänge von 21, 18 und 19 Prozent. Die Messungen erfolgen durch Induktionsschleifen in den Fahrbahnen. Für Dumann sind diese Werte "Anhaltspunkte", wenngleich sie "nicht auf das gesamte Stadtgebiet übertragbar" seien: "Aber ein Trend ist erkennbar."
Bei durchgängig regnerischem Wetter wurden jedoch Busse und Bahnen häufiger genutzt als üblich. Ein Viertel mehr Passagiere wurden befördert, schätzt die Hochbahn, zusätzliche U-Bahn-Wagen seine aber nicht erforderlich gewesen. Sehr voll sei es auf den Metrobus-Linien 4 und 5 gewesen.
Die Benutzung des HVV war am Sonntag kostenlos gewesen. Den Einnahmeausfall der Verkehrsbetriebe hat die Umweltbehörde mit pauschal 200.000 Euro ausgeglichen.
Vier autofreie Sonntage im Jahr sind Teil des Klimaschutzkonzeptes des CDU-Senats. Die zentrale Veranstaltung fand auf dem halbseitig gesperrten Jungfernstieg bei mäßiger Beteiligung statt. Der nächste autofreie Sonntag soll am 20. April durchgeführt werden. SMV
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