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MEXIKO-STADT Am Unfalltod des kubanischen Dissidenten Oswaldo Payá waren offiziellen Angaben zufolge keine weiteren Fahrzeuge beteiligt. In einer von Kubas Regierung am Montag verbreiteten Videoaufzeichnung wiesen die beiden überlebenden Insassen Spekulationen über einen absichtlich provozierten Unfall zurück. Payá (60) starb am Sonntag vor einer Woche bei einem Verkehrsunfall in Ostkuba.
Der Gründer der christlichen Befreiungsbewegung galt als einer der wichtigsten Oppositionsführer auf der kommunistisch regierten Insel. Er hatte seit 2002 mehr als 25.000 Unterschriften von Kubanern für eine Demokratisierung des Landes eingereicht und so das Regime unter Zugzwang gesetzt. Hinterbliebene und Oppositionelle behaupteten, ein weiteres Fahrzeug habe Payás Auto von der Straße abgedrängt. Mit ihm starb der Oppositionelle Harold Cepero.
Bei den Überlebenden handelt es sich um Jungpolitiker aus Europa, den Schweden Jens Aron Modig und den Spanier Ángel Carromero. Sie werden seit dem Unfall von den Behörden festgehalten und konnten noch nicht frei mit der Presse reden. (epd)
Der Historiker Christian Gerlach hat extrem gewalttätige Gesellschaften untersucht. Sein Ergebnis: Auch die Zivilbevölkerung kann Auslöser von Massengewalt sein.

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