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GOMA taz
Die letzte noch aktive Hutu-Rebellenarmee in Burundi, die FNL (Nationale Befreiungsfront), hat eine mehrjährige Feuerpause gebrochen und einen Angriff auf Burundis Hauptstadt Bujumbura gestartet. Am späten Donnerstagabend wurden zahlreiche Raketen auf mehrere Stellen in der Stadt geschossen. Die Angriffe bedeuten den Zusammenbruch des Friedensprozesses. Seit 2005 herrscht in Burundi eine gewählte Regierung unter dem Hutu-Präsidenten Pierre Nkurunziza, der früher selbst eine Hutu-Rebellion führte. Dessen Partei aber ist im Begriff, sich zu spalten, und das Land bereitet sich auf Neuwahlen im Jahr 2010 vor. Bei diesen soll dann die paritätische Ämterverteilung zwischen Hutu und Tutsi abgeschafft werden. D. J.
Der Historiker Christian Gerlach hat extrem gewalttätige Gesellschaften untersucht. Sein Ergebnis: Auch die Zivilbevölkerung kann Auslöser von Massengewalt sein.
