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Als Reaktion auf Angriffe hat die Deutsche Welthungerhilfe gestern die Verteilung von Lebensmittelhilfe in der Provinz Nord-Darfur eingestellt. Grund dafür seien zwei Überfälle, bei denen sieben Lastwagen gestohlen worden seien, teilte das Hilfswerk mit. Durch die Einstellung können 450.000 Menschen in entlegenen ländlichen Gebieten nicht mehr ernährt werden. Das UN-Welternährungsprogramm WFP, das der Welthungerhilfe die Hilfsgüter zur Verfügung gestellt hatte, äußerte "Verständnis" dafür. "WFP vermisst derzeit 43 Lastwagenfahrer nach Überfällen in Darfur, zwei Fahrer wurden bereits 2008 bei WFP-Hilfstransporten getötet; 97 Lastwagen wurden insgesamt 2008 in Darfur entführt", so das UN-Hilfswerk. D.J.
Der Historiker Christian Gerlach hat extrem gewalttätige Gesellschaften untersucht. Sein Ergebnis: Auch die Zivilbevölkerung kann Auslöser von Massengewalt sein.
