die tageszeitung von heute

Hier können Sie durch die aktuelle Ausgabe der Zeitung blättern:

  • 25.07.2012

(Über)Leben in Berlin

 Die Serie: Wie überlebt man in Berlin? Anders als anderswo, das ist klar. Berlin hat kaum Industrie, wenig finanzkräftige Unternehmen, nur wenige Menschen arbeiten Vollzeit von 8 bis 16 Uhr. Berlin ist Vorreiter neuer Wirtschaftsstrukturen, Boomtown, Hauptstadt der Kreativen und Gründer - und als Stadt mit den meisten Arbeitslosen zugleich Hauptstadt des Prekariats. Die taz hat sich umgeschaut und nachgefragt - und dokumentiert in der Sommerserie "(Über)Leben in Berlin", wie Berliner und Berlinerinnen arbeiten und wirtschaften. Jeweils mittwochs erscheint ein Interview, geführt anhand eines standardisierten Fragebogens, das den Alltag in einer bestimmten Branche abbildet.

 Die Person: Felipe de Silva, 34, ist Forscher im Bereich Erneuerbare Energien.

 Das Berufsfeld: Im Jahr 2010 arbeiteten laut Senat rund 25.000 Menschen als Wissenschaftler an Berlins Hochschulen, der Großteil davon an staatlichen Universitäten. Darunter fallen Doktoranden, Postdocs, Nachwuchsgruppenleiter, wissenschaftliche Mitarbeiter und Professoren sowie Lehrbeauftragte und Honorarprofessoren. Seit 2005 ist die Zahl der Wissenschaftler in Berlin um knapp 20 Prozent gestiegen.

 Die wenigsten dieser Wissenschaftler haben unbefristete Arbeitsverträge. Nur etwa jeder fünfte ist unbefristet angestellt, der Rest arbeitet mit Zeitverträgen. Oft hat das mit der zunehmenden Drittmittelfinanzierung der Stellen zu tun: 39 Prozent ihres wissenschaftlichen Personals finanzieren Berlins Hochschulen über Drittmittel, im Mittelbau der Universitäten sind es bereits 54 Prozent. Für die so Beschäftigten heißt das meist: Endet das Projekt, endet auch die Finanzierung der Stelle. (taz)

Dieser Artikel ...

ist mir was wert!