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  • 01.09.2011

Juristen alarmieren

Die Gerichtspräsidenten und die Generalstaatsanwaltschaft im Land Bremen haben wegen seit Jahren andauernden Personalkürzungen öffentlich Alarm geschlagen. "Unsere jungen Leute werden bei diesen Arbeitsbedingungen total verbraucht", sagte Bremens Generalstaatsanwältin Kirsten Graalmann-Scheerer dem Weser Kurier. In der Stellungnahme der Gerichtspräsidenten heißt es, es gebe "Anlass zur höchsten Sorge". Hauptproblem sei die teils jahrelange Bearbeitung der Fälle bei Gericht, bis es zu einem Urteil kommt. Peter Heine, Chef des Landessozialgerichts, sagte, wer in Bremen vor das Sozialgericht ziehe, müsse viel Geduld mitbringen. Selbst, wenn es um den Streit mit einer Krankenkasse um die Bewilligung eines Spezialrollstuhls für ein schwerstbehindertes Kind gehe, könnten vier Jahre bis zur Entscheidung der überlasteten Kammern ins Land gehen: "Das ist unerträglich."

Bänker verdienen

Der Bremer Landesbank ist im ersten Halbjahr 2011 ein Gewinnsprung auf 88,9 Millionen Euro gelungen. In den ersten sechs Monaten des Vorjahres seien es 20,9 Millionen Euro gewesen. Als Einmaleffekt habe der Verkauf von Anteilen der Deka-Bank in Höhe von 19,5 Millionen Euro beigetragen. In griechischen Staatsanleihen sei das Unternehmen mit 55 Millionen Euro engagiert, die zurzeit marktbedingt mit sieben Millionen Euro bewertet seien.  (dpa/taz)

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