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BERLIN taz | "Endlich wieder eine Bärenmeldung!", schallte gestern der Ruf durch die weiten Hallen der Wahrheit-Redaktion, als wir bemerkten, dass es sich um eine kombinierte Bären- und Elch-, ja sogar Schwanmeldung handelte. Vor seiner Hütte im schwedischen Kårböle wollte ein Mann nur kurz pinkeln gehen, als er ein Elchkalb am Bach stehen sah. Er rief seiner Frau zu, sie solle die Kamera holen, und als sie gerade auf den Knopf drückte, sprang plötzlich ein Bär hinter der Hausecke hervor. Die Frau sah den Petz zuerst und begann zu kreischen und fluchen, filmte aber weiter, wie auf dem Video zu sehen ist, das seit gestern in Skandinavien kursiert. Vom Geschrei völlig entnervt, rannte der Bär einen dekorativen Plastikschwan um und verschwand eilends. Vor Schreck über seine Frau oder den Petz stolperte der Mann und legte sich lang. Das Elchkalb hatte da schon längst das Weite gesucht.
Der Historiker Christian Gerlach hat extrem gewalttätige Gesellschaften untersucht. Sein Ergebnis: Auch die Zivilbevölkerung kann Auslöser von Massengewalt sein.

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